Startseite | News und Informationen | Reihen und Herausgeber | Neuerscheinungen | Autorenbereich | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum   
Philosophie Politikwissenschaft Geschichte Recht Religionswissenschaft Pädagogik/Soziologie Orientalistik Literaturwissenschaft Kunst/Altertumswissenschaft Informationswissenschaft Varia Ebooks
Beiträge zur Gegenwartsbedeutung Diskurs Religion Judentum - Christentum - Islam Religion in der Gesellschaft Studien des Bonner Zentrums

Band 7

Dieser Titel ist leider vergriffen. Mögliche Restbestände können direkt beim Verlag erfragt werden.

Thomas, Günter
Implizite Religion
Theoriegeschichtliche und theoretische Untersuchungen zum Problem ihrer Identifikation

2001. 499 Seiten – 155 x 225 mm. Kartoniert
ISBN 978-3-935556-70-5

 

58,00 EUR

Produkt-ID: 978-3-935556-70-5  

incl. 7% USt.

Lieferzeit ungewiss  
 
Anzahl:   St


Die Frage nach Religion jenseits traditioneller Religionen beschäftigt die Religionssoziologie seit ihren Anfängen und hat bis in die Gegenwart nichts an Brisanz verloren. Ästhetik, Politik, Sport und Medien sind u.a. die Phänomenbereiche, in denen in der Moderne nicht nur Religionsähnliches zu entdecken ist, sondern in deren Untersuchung für die Religionssoziologie die thereotischen Probleme der Identifikation von Religion unübersehbar aufbrechen.
Vor diesem Hintergrund unternimmt der Band die erste breit angelegte analytische Rekonstruktion dieser Probleme der Identifikation impliziter Religion im Werk M. Webers, E. Durkheims und G. Simmels. Darüber hinaus werden exemplarische neuere Entwürfe der Religionssoziologie (Th. Luckmann, N. Luhmann, F.-X. Kaufmann) und der Religionswissenschaft (J. Waardenburg, B. Gladigow, N. Smart) befragt.
Die theoriegeschichtlichen Untersuchungen der wichtigsten Etappen der Problemgeschichte zielen auf einen konstruktiven Vorschlag eines kommunikationstheoretisch ausgerichteten, polythetischen Religionsverständnisses. Dieses versteht Religion als emergentes Phänomen und erlaubt, eine Unterscheidung von religionsähnlichen und religionsförmigen Sachverhalten vorzunehmen. Zugleich anerkennt es, daß die Feststellung von Religion stets die Zuschreibung der religionssoziologischen BeobachterInnen ist - und dennoch nicht ohne Anhalt in der beobachteten Sache ist.
Der Beitrag stellt darauf ab, die fragwürdige Alternative einer inflationären Zuschreibung von Religion und ihrer Verschiebung ins ›Unsichtbare‹ auf der einen Seite und einer Beschränkung auf traditionelle Religionsbestände auf der Basis eines fachwissenschaftlichen Common senses auf der anderen Seite zu überwinden.