Startseite | News und Informationen | Reihen und Herausgeber | Neuerscheinungen | Autorenbereich | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum   
Philosophie Politikwissenschaft Geschichte Recht Religionswissenschaft Pädagogik/Soziologie Orientalistik Literaturwissenschaft Kunst/Altertumswissenschaft Informationswissenschaft Varia Ebooks
Beiträge zur Gegenwartsbedeutung Diskurs Religion Judentum - Christentum - Islam Religion in der Gesellschaft Studien des Bonner Zentrums

Band 5

Nave-Herz, Rosemarie
Die Hochzeit
Ihre heutige Sinnzuschreibung seitens der Eheschließenden: eine empirisch-soziologische Studie

1997. 141 Seiten – 155 x 225 mm. Kartoniert
ISBN 978-3-932004-47-6

 

19,00 EUR

Produkt-ID: 978-3-932004-47-6  

incl. 7% USt.

Lieferzeit ungewiss  
 
Anzahl:   St


Geheiratet wird heute später als noch vor 20 Jahren und etwas seltener, wenn auch noch über 80% bis zu ihrem 40. Lebensjahr zumindest einmal eine Ehe eingegangen sind. Und von diesen haben viele dem Partner nicht nur einmal das Jawort zum Bund des Lebens gegeben, sondern gleich zweimal: einmal vor dem Standesbeamten und einmal in der Kirche. Warum? Welche Bedeutung hat heute überhaupt noch sowohl die standesamtliche als auch die kirchliche Trauung? Das Buch versucht anhand von qualitativen Interviews eine Antwort auf diese Fragen zu geben.
Zuvor wird die historische Entwicklung der kirchlichen und standesamtlichen Hochzeit aufgezeigt. Ferner stellt es den Wandel im Phasenablaufprozeß bis zur Trauung dar. Es weist nach, daß Anlaß der Entscheidung zur Ehe überwiegend der Kinderwunsch oder die Schwangerschaft ist. Die Hochzeit, vor allem die kirchliche, stellt somit heutzutage ein "rite de passage" im Hinblick auf die Elternschaft und gleichzeitig ein "rite de confirmation" zum Partner dar. Ausführlich wird auf die verschiedensten Entscheidungsgründe für eine kirchliche Hochzeit und auf ihre Wirkung auf das Brautpaar eingegangen.
Die erhobenen Daten zeigen ferner, daß neben denjenigen, deren Entscheidung für eine kirchliche Trauung auf einem religiösen Bedürfnis beruht, auch viele derjenigen, die aus anderen, vielfältigen Gründen die kirchliche Hochzeit wählen, dennoch ihren christlichen Glauben, ihre bewußte Kirchenzugehörigkeit und eine "allgemeine Religiosität" betonen; deshalb ist der Verdacht, daß die kirchliche Trauung durch ihren festlichen Rahmen von Kirchengegnern bzw. -distanzierten instrumentalisiert wird, nicht gerechtfertigt.