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Band 8

Carey, Alexander Th.
Zivilisierungsstrategie Gerechtigkeit
Ein Plädoyer für einen internationalen Prozeduralismus

1999. 458 Seiten – 155 x 225 mm. Kartoniert
ISBN 978-3-933563-23-1

 

58,00 EUR

Produkt-ID: 978-3-933563-23-1  

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Die Frage nach der Gerechtigkeit, verstanden als normativer Maßstab des Gemeinschaftlichen, wird hier in einem internationalen Szenario gestellt, in dem es - seit dem zweiten Weltkrieg - weltweit über 200 neue kriegerische Konflikte gegeben hat. In dieser Perspektive geht es um die Integrationsleistung von Gemeinwesen, die durch vielfältige existentielle Bedrohungen, sei es militärischer, ökonomischer oder ökologischer Art, herausgefordert werden. Die Abhandlung über Gerechtigkeit ist also in einem engen Zusammenhang mit dem wissenschaftlichen Ansatz der Zivilisierungstheorie zu sehen, in dem es um die Frage geht, welche Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, damit die konflikthaften gemeinschaftlichen, gesellschaftlichen und staatlichen Interaktionen pazifizierend und nicht bellikös wirken.
Die Untersuchung fokussiert auf drei relevante Strukturen des politischen Handelns: das politische System in Verbindung mit der Verfaßtheit des Staates, die Interessen der globalen, staatlichen und nicht-staatlichen Akteure und der Charakter der Interaktionen. Der Schnittpunkt der Analyse konzentriert sich auf die UNO als größte internationale Organisation, die mit Gewalt, Konflikt und globalen Bedrohungslagen umgehen muß und die sich qua "Verfassung" (UN-Charta) auf die Förderung von Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der natürlichen Umwelt verpflichtet hat.
Ein großer Streitpunkt in den Internationalen Beziehungen ist insbesondere auch die Anerkennung universeller Menschenrechte. Gerade die jüngsten Kriege auf dem Balkan (Bosnien-Hercegowina, Kosovo) und internationale Konfliktfälle wie im Irak zeigen die Schwierigkeiten auf, das völkerrechtliche Interventionsverbot mit einer universellen Menschenrechtspolitik abzuwägen. In diesem Buch sollen "anthropologische" Menschenrechte entwickelt werden, die - kulturneutral - jedem Menschen als solchen zukommen. Sie werden über die ureigene Handlungsfreiheit begründet, die den Menschen zum Menschen machen. Diese überschneiden sich mit den von der UNO anerkannten Menschenrechten, weisen aber auch auf die Relevanz sogenannter "Entwicklungsrechte" hin. Damit kann das Souveränitätsrecht der Nationen legitimerweise eingeschränkt werden, ohne es ganz aufzugeben. In diesem Buch können demnach aktuelle internationale und völkerrechtliche Problemstellungen mit der Gerechtigkeits-Frage bearbeitet werden.