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Band 14

Nickolay, Bernd
Rechtsextremismus im Internet
Ideologisches Publikationselement und Mobilisierungskapital einer rechtsextremen sozialen Bewegung?

2000. 405 Seiten – 155 x 225 mm. Kartoniert
ISBN 978-3-933563-84-2

 

52,00 EUR

Produkt-ID: 978-3-933563-84-2  

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Aktualität und Virulenz des Rechtsextremismus werden der Gesellschaft häufig vor Augen geführt. Bezogen auf ihre Möglichkeiten zur ideologischen Indoktrination und gesellschaftlichen Mobilisierung haben sich auch die Formen der rechtsextremen Subversion in der letzten Dekade vervielfacht. Diese Tatsache findet durch die Umsetzung rechtsextremer Ideologien und Mobilisierungsbestrebungen in den neuen Medien(-welten) des Internet eine neue Ausdrucksform. Die rationale und wissenschaftliche Aufarbeitung des Gegenstandsbereiches Internet ist derzeit jedoch noch von einer paradigmatischen Vielseitigkeit geprägt, die dazu geführt hat, daß in den bisherigen Forschungsansätzen noch keine stringente Kategorienbildung hinsichtlich der Einordnung der gesellschaftlichen Relevanz des Mediums erfolgen konnte. So sind auch die inhaltliche und ideologiekritische Analyse der rechtsextremen Internetangebote und die Ankopplung an geistes- und sozialwissenschaftliche Diskurse zum Themengebiet Rechtsextremismus bislang weitgehend unberücksichtigt geblieben. Im Rahmen der Studie wird die gesellschaftliche und politische Debatte über die Probleme bei der Nutzung der neuen Online-Medien in bezug auf Rechtsextremismus wissenschaftlich systematisiert. Auf der Grundlage einer umfassenden theoretischen und methodischen Herleitung mit der Darstellung des aktuellen Forschungsstandes im Bereich des Rechtsextremismus, der Reflexion seiner zentralen Ideologiefragmente, Diskursebenen, Mobilisierungsstrategien und Trägergruppen, sowie einer differenzierten Analyse der gegenwärtigen Forschungsfragen und Paradigmen zur Mobilisierung und Stabilisierung neuer sozialer Bewegungen, werden zunächst die zentralen ideologischen Publikationslinien der rechtsextremen Angebotsseite im Internet analysiert und kritisiert. Darauf aufbauend setzt sich der Autor mit verschiedenen Optionen der gesellschaftlichen Gegensteuerung auseinander und analysiert mit der Reaktion der Europäischen Union und der bundesdeutschen Legislative zunächst die Diskussion auf normativer Ebene, bevor mit der Handlungsweise von Verfassungsschutz, Justiz und Polizei die Umsetzung durch die bundesdeutschen Kontrollorgane in den Focus rückt. Anschließend werden verschiedene Aufklärungsbestrebungen und Foren der demokratischen Öffentlichkeit analysiert, die ihrerseits das Medium Internet zur Kommunikationsverdichtung zielgerichtet einsetzen. Schließlich bildet eine qualitative Analyse und Bewertung der Internetangebote der demokratischen Parteien bzw. ihrer Veröffentlichungen zum Thema Rechtsextremismus einen weiteren Schwerpunkt. Im letzten Abschnitt wird die empirische Analyse mit der Einschätzung des Diffusionsgrades der Internettechnologie, der Überprüfung der gegenwärtigen soziokulturellen Verankerung des Mediums in verschiedenen Milieus und mit der Analyse der Nachfrage, also der Rezeptionskapazität politisch (extremer) Internetkommunikation verbunden. Neben einem differenziertem Fazit mit Vorschlägen zur zukünftigen Behandlung des Themas bildet ein ausführlich und benutzerfreundlich gestaltetes Quellen- und Literaturverzeichnis den Abschluß der Analyse.