Startseite | News und Informationen | Reihen und Herausgeber | Neuerscheinungen | Autorenbereich | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum   
Philosophie Politikwissenschaft Geschichte Recht Religionswissenschaft Pädagogik/Soziologie Orientalistik Literaturwissenschaft Kunst/Altertumswissenschaft Informationswissenschaft Varia Ebooks
Monografien Bibliotheca Academica Politik und Gesellschaft Politikwissenschaftliche Theorie Spektrum Politikwissenschaft

Band 12

Friedrichs, Jörg
Aufschlußreiche Rhetorik
Ein Versuch über die Redekultur und ihren Verfall bei Thukydides

2000. 154 Seiten – 155 x 225 mm. Kartoniert
ISBN 978-3-933563-65-1

 

22,00 EUR

Produkt-ID: 978-3-933563-65-1  

incl. 7% USt.

Lieferbar in 3-5 Werktagen  
 
Anzahl:   St


Ein Versuch über die Redekultur und ihren Verfall bei Thukydides mit einem Geleitwort von Theo Stammen
Die Geschichte des Peloponnesischen Krieges ist ein durch und durch vielstimmiges Werk. Insgesamt 141 direkte und indirekte Reden bieten den gedanklichen und politischen Hintergrund der unterschiedlichen Positionen, welche die einzelnen Figuren innerhalb der Geschichtserzählung einnehmen. In dieser Studie wird der Versuch unternommen, diese Vielfalt der bei Thukydides wiedergegebenen Meinungsäußerungen in ihrem eigenen Recht zu analysieren. Statt also wie üblich auf dem Umweg über die Reden nach der Intention des Autors zu forschen, soll die rhetorische Anatomie des thukydideischen Geschichtswerkes herausgearbeitet werden. Es zeigt sich, dass die zahlreichen Reden in der Geschichte des Peloponnesischen Krieges einer geringen Zahl von politischen Diskursen zuzuordnen sind, und dass diese Diskurse im Zusammenhang mit den berichteten Ereignissen jeweils einer eigenen Entwicklung folgen. Darüber hinaus lässt sich zeigen, dass diese Diskurse bzw. Redekulturen unter den Bedingungen eines langjährigen Krieges allesamt aus verschiedenen Gründen degenerieren. Dies bietet Anlass zu der Vermutung, Thukydides habe mit seinem Werk vor allem die katastrophale Wirkung eines langen Krieges auf die politische und gesellschaftliche Kultur der Staaten dokumentieren wollen. Vieles spricht dafür, dass sich diese Erfahrung seit der Zeit des Peloponnesischen Krieges mehrfach wiederholt hat. In diesem Sinne ist es richtig, im Werk des Thukydides ein Besitztum für alle Zeiten und eine Quelle der Weisheit zu sehen.