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Band 5

Gander, Hans-Helmuth – Fludernik, Monika – Albrecht, Hans-Jörg (Hrsg.)
Bausteine zu einer Ethik des Strafens
Philosophische, juristische und literaturwissenschaftliche Perspektiven

2008. VIII/328 Seiten - 170 x 240 mm. Kartoniert
ISBN 978-3-89913-608-1

 

38,00 EUR

Produkt-ID: 978-3-89913-608-1  

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Die „Bausteine einer Ethik des Strafens“ fußen auf der Annahme, dass die Strafe ein notwendiges und gerechtfertigtes Mittel der Reaktion auf Rechtsverletzungen ist. Die Ethik des Strafens will nicht Abstand nehmen von den zugehörigen Themen der Philosophie und Rechtsphilosophie – Rechtfertigung der Strafe, Strafgerechtigkeit, das heißt: Strafzumessung und Tatproportionalität –, sondern sie berücksichtigt den Unterschied zwischen den Rechtfertigungstheorien und den Vollzugstheorien der Strafe derart, dass die Begründungstheorien der Strafe in die allgemeine Ethik überführt werden können. Weil das Dass der Strafe nicht gleichbedeutend mit dem Wie der Strafe ist, fragt sie unter Anleitung der Prinzipien der Gerechtigkeit und Verantwortlichkeit nach den konkreten Möglichkeiten, Menschen ihre Taten im Falle des Rechtsbruches zuzuschreiben und ihnen die persönliche Übernahme der Verantwortung, die ihnen aus ihren Taten erwächst, im doppelten Sinne des Wortes zuzumuten, das heißt: ihnen individuelle Verantwortung abverlangen und zutrauen.
In diesem Sinne beschäftigt sich Teil I (Systematische Aspekte) mit dem Zusammenhang von rechtfertigungs- und vollzugstheoretischen Fragen der Strafe und macht in je verschiedener Weise philosophische und rechtswissenschaftliche Kontexte einer Ethik des Strafens auf.
Teil II (Aktuelle Folterdebatte) bringt in dem im Titel festgeschriebenen Bewusstsein, dass die Ethik des Strafens ein junges Forschungsfeld ist, am konkreten und bewusst zeitgenössischen Beispiel erste Annäherungen an eine ethische Vollzugstheorie der Strafe, während Teil III (Literarische Perspektiven) und Teil IV (Grenzen des Strafens) danach fragen, wie literarische Texte beziehungsweise öffentliche Debatten unsere Vorstellungen eines gerechten Strafvollzuges beeinflussen.