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Band 2

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Morin, Marie-Eve
Jenseits der brüderlichen Gemeinschaft
Das Gespräch zwischen Jacques Derrida und Jean-Luc Nancy

2006. 239 Seiten - 170 x 240 mm. Kartoniert
ISBN 978-3-89913-491-9

 

32,00 EUR

Produkt-ID: 978-3-89913-491-9  

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Jacques Derrida und Jean-Luc Nancy wurden oftmals als philosophische Brüder betrachtet, und dennoch ist es genau der Begriff der Brüderlichkeit, um den sich ihre Auseinandersetzung über ihre unterschiedlichen politischen Vorhaben in den letzten zwei Jahrzehnten gedreht hat. Während Derrida behauptet, Nancys Werk sei noch in einem Gattungs- und Brüderlichkeitsdenken verhaftet, antwortet Nancy, dass sein Denken schon die genealogischen Bände unterbrochen habe. Eine Reihe von Fragen ergeben sich: Warum reagiert Derrida so gereizt auf Gemeinschaft und Brüderlichkeit? Hindert ihn seine Reaktion daran, Nancys Werk in seiner Radikalität zu erkennen? Bietet Nancy die Werkzeuge, um Derridas Vorwurf zu beantworten? Gibt es eine Gemeinschaft ohne jegliche Brüderlichkeit? Indem sie Nancys Unterbrechung der brüderlichen Gemeinschaft und Derridas Kritik an Nancys Werk untersucht, bietet die Verfasserin einen neuen Ansatz in der Debatte um Gemeinschaft und Kommunautarismus, welche all zu oft mit einer Politik der Identität und Übereinstimmung verbunden werden. Im Einklang mit der immer dringlicheren Notwendigkeit für eine Politik, die sich mit dem Einzelnen und dem Anderen auseinandersetzt, versuchen Derrida und Nancy, jeder auf seine nicht-brüderliche Weise, den Grund für ein anderes Denken des Politischen neu zu legen.

Jean-Luc Nancy and Jacques Derrida have been often taken to be philosophical brethren, and yet, it is precisely the concept of fraternity that they have sparred over in their separate political projects of the last two decades. While Derrida claims that Nancy’s concept of community still operates through the genealogical category of fraternity, Nancy answers that his concept has already interrupted the genealogical bonds. A series of questions arises out of this exchange: Why is Derrida allergic to Nancy’s use of the word community? Does his reaction prevent him from recognizing the radicality of Nancy’s thinking? Is Nancy able to answer Derrida’s concerns? And can there be a community without fraternity? By working through Nancy’s interruption of the fraternal community and Derrida’s critique of Nancy's work, the author seeks to rethink the terms of the debates around community and communitarianism too often haunted, as Derrida and Nancy agree, with a politics of identity and conformity. Attuned to the ever pressing need of the political to deal with the singular and the other, Nancy and Derrida, each in their own, non-fraternal way, help to rethink the ground on which another thinking of the political may begin.